Dr. Hauschka – Pioniere der Naturkosmetik

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Elisabeth Sigmund war die Pionierin der Naturkosmetik. Heute würden wir sagen, sie war eine echte Shero! Was hat die Marke Dr. Hauschka Elisabeth Sigmund zu verdanken?

Elisabeth Sigmund entwickelte eine Kosmetik für die Gesundheitspflege. WALA wollte eine Kosmetik entwickeln, die die Haut in ihren Aktivitäten unterstützt. 

Ihr verdanken wir zum Beispiel die kosmetische Variante der Rosencreme, aber noch viel mehr. Elisabeth Sigmund hatte in den 1950ern in Stockholm in ihrem eigenen Kosmetikinstitut eine ganzheitliche Kosmetikbehandlung und eine Ganzheitskosmetik auf Heilpflanzenbasis entwickelt, die im heutigen Sinn Naturkosmetik war. In die Zusammenarbeit mit der WALA, die 1962 begann, brachte sie das Konzept der fettfreien Nachtpflege mit ein und die Beurteilung der Haut nach sich wandelnden Hautbildern.

Elisabeth Sigmund war eine Forscherin, Entwicklerin, Rot-Kreuz-Schwester und Kosmetikerin, die einige Semester Medizin studiert hatte.

Seit ihrer Jugend hatte Elisabeth Sigmund sich abwechselnd mit Theater und Ästhetik beschäftigt und über hautwirksame Heilpflanzen geforscht.  Als Kosmetikerin erkannte sie, wie gestresst die Haut der Schauspieler war, die in der Maske nicht gerade mit den verträglichsten Produkten geschminkt wurden. Der WALA schlug sie deshalb vor, Dekorative Kosmetik mit einer ganz neuen Idee dahinter zu entwickeln. Schmückende Kosmetik war für sie nicht denkbar ohne pflegenden Impuls. Die dekorativen Produkte waren in gewisser Weise das Ergebnis von Elisabeth Sigmunds Interessen und Visionen. Sie vereinen das Schöne und Schmückende mit der unterstützenden und pflegenden Wirksamkeit der Natur.

Ihre Interessen ergaben die Basis ihrer Ganzheitskosmetik. Sie hatte sie in den 1950ern in Schweden entwickelt. Genauso wie eine ganzheitliche Kosmetikbehandlung mit Pinsel-Lymphstimulation und Beratung zur Lebensführung und Selbstfürsorge. Denn sie wusste, dass der Mensch neben der äußeren auch eine innere Schönheit braucht. Elisabeth Sigmund brachte Rezepturen und Kosmetikbehandlung zur WALA. „Körperpflege und Pflege des Gesichtes ist HAUTPFLEGE; Hautpflege ist Therapie eines unserer wichtigsten Organe: des Schutzmantels unseres physischen Körpers“, schrieb sie. Sie passte mit ihren Ideen eben wirklich außergewöhnlich gut zur WALA, die mit ihrer Kosmetiklinie den Menschen gesunderhalten wollte. Nicht von ungefähr hießen die Produkte bei ihrer Einführung 1967 „Dr. Hauschka Heilende Kosmetik nach Elisabeth Sigmund“, seit 1978 dann Dr. Hauschka Kosmetik.

Elisabeth Sigmund ist also Mitbegründerin der Dr. Hauschka Kosmetik.

Naturkosmetik ist mittlerweile in aller Munde, in den 1960ern gab es diesen Begriff allerdings noch gar nicht. Was bedeutet Naturkosmetik eigentlich genau?

Der Begriff Naturkosmetik ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt. Anders als zum Beispiel beim Begriff „Bio“ ist bislang nicht gesetzlich festgelegt, was Naturkosmetik ist.

Zum Glück kommt es selten vor, dass herkömmliche Produkte als „Naturkosmetik“ vermarktet werden. Dennoch gelingt es Unternehmen immer wieder, auf subtile Weise den Eindruck zu erwecken, ihre Kosmetika seien besonders „natürlich“. Es hilft daher, zu wissen, wie man sie von zertifizierter Naturkosmetik unterscheidet – und welche vertrauenswürdigen Siegel für echte Naturkosmetik stehen.

Die gängigen Siegel für zertifizierte Naturkosmetik und Bio-Kosmetik haben einige wesentliche Kriterien gemeinsam:

  • Verzicht auf synthetische Farb-, und Duftstoffe sowie Konservierungsstoffe (z.B. Parabene)
  • Verzicht auf erdölbasierte Inhaltsstoffe (z.B. Paraffine)
  • Verzicht auf Silikone
  • Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen
  • Alle Inhaltsstoffe müssen natürlichen Ursprungs oder naturidentisch sein.
  • Je nach Zertifizierungsstufe: Ein festgelegter Mindestanteil an Inhaltsstoffen muss aus Bio-Anbau stammen.
  • möglichst umwelt- und ressourcenschonende Herstellung der Produkte
  • möglichst umweltschonende/recycelbare Verpackungen
  • Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan: Auch zertifizierte Naturkosmetik kann mitunter Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten, beispielsweise Bienenwachs, Seide oder Honig. Allerdings schließen die wichtigen Zertifizierungen Inhaltsstoffe von toten Wirbeltieren (z.B. tierische Fette) aus.

Dr. Hauschka’s Credo ist: Was gesund macht, macht auch schön. Auf welche Inhaltsstoffe setzen sie?

Dr. Hauschka Kosmetik aktiviert die Selbstheilungskräfte der Haut – und folgt damit den gleichen Prinzipien wie unsere WALA Arzneimittel: Unsere Kosmetik enthält die gleichen Heilpflanzen und Auszüge, sie wird in denselben Räumen von denselben gut ausgebildeten Mitarbeitenden hergestellt und unter den gleichen Bedingungen im selben Labor geprüft. So übertragen wir das Wirkprinzip unserer Arzneimittel auf unsere Kosmetik. Denn was gesund macht, macht auch schön.

Als Arzneimittelhersteller wissen wir: Jede Pflanze, jeder natürliche Inhaltsstoff trägt mit spezifischen Eigenschaften dazu bei, dass die Gesamtkomposition eines Produktes stimmig und wirksam wird. Mit dem rhythmischen Herstellungsverfahren, das unser Gründer Dr. Rudolf Hauschka 1935 entwickelt hat, bereiten wir bis heute die Heilpflanzen für kosmetische Produkte auf. Mithilfe der Basis des Produkts, also beispielsweise der Cremegrundlage, geben wir die Wirkung der Pflanze an die Haut weiter. 

Welche Pflanzen wir für welche Produkte einsetzen, ob wir die ganze Pflanze verarbeiten oder nur gewisse Teile wie Blüten, Samen oder Wurzel verwenden, hängt dann vom jeweiligen Einsatzgebiet ab – also vom Menschen und seinen Bedürfnissen. 

Bei der Frage, welche Pflanzen wir für welche Produkte verwenden, betrachten wir immer den Menschen und seine Bedürfnisse. So wollen wir beispielsweise trockener Haut nicht einfach nur Feuchtigkeit spenden. Vielmehr geben wir Impulse, damit die Haut aus eigener Kraft in ihr individuelles Gleichgewicht zurückfindet. Also suchen wir Prozesse in der Natur, die den Menschen anregen, in seine Veränderung zu kommen. 

Neben zahlreichen Pflanzen, die sehr spezielle Superkräfte besitzen, gibt es in der Dr. Hauschka Kosmetik eine Pflanze, die wir in sehr vielen Produkten verwenden: Anthyllis vulgaris, der Wundklee. Die Pflanze zeigt grundlegende Vorbildfunktionen für die Haut. Sie hat das Potenzial, Räume zu bilden, sie zu beleben und sie gut abzugrenzen und ist dabei schön und stark. Was kann man sich für die eigene Haut Besseres wünschen?

Was hat eine Gesichtscreme mit sozialer Verantwortung zu tun? Eine Menge. Denn jeder Kauf hat Auswirkungen auf die Welt, in der wir leben. Faire Handelsbeziehungen, die von gegenseitigem Vertrauen und eigenständigen Entwicklungsmöglichkeiten leben, sind für uns selbstverständlich. Mit vielen biologisch arbeitenden Anbaupartnern verbindet uns deshalb eine feste und langfristige Zusammenarbeit. So etwa mit unseren Partnern für Mandeln und Oliven in Spanien, für Jojoba in Argentinien sowie für Macadamianüsse und Avocados in Kenia. 

Für unsere Produkte setzen wir am liebsten und wo immer möglich Inhaltsstoffe in Bio- oder Demeter-Qualität ein. Sind sie auf dem Weltmarkt nicht in der gewünschten Qualität erhältlich, initiieren wir gezielt Rohstoffprojekte. Wie etwa unser Bio-Sheabutter-Projekt in Burkina Faso: In dem westafrikanischen Land ist die Herstellung von Sheabutter seit Jahrhunderten Frauensache, in Bioqualität war sie jedoch nirgendwo erhältlich. Das wollten wir ändern und haben deshalb 2001 ein weiteres Bio-Rohstoffprojekt gestartet: Die Sheanüsse stammen aus fair-zertifizierter Wildsammlung in geschützten Gebieten, die Verarbeitung zur Butter ist bio-zertifiziert.

Bei Dr. Hauschka wird Medizin und Hautpflege vereint. Wie funktioniert das?

Das machen sie, indem sie die Körperfunktionen harmonisieren und die Abwehrkräfte stärken. Die neue „WALA“-Kosmetik sollte die Eigenaktivität der Haut anregen, dem größten Organ des Menschen, und damit einen positiven Effekt auf die Gesundheit des ganzen Menschen ausüben. 

Das Thema Nachhaltigkeit wird bei Dr. Hauschka ganzheitlich angegangen und betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette. Was tun sie für die Umwelt?

Seit 1967 stellen wir bei Dr. Hauschka Kosmetik her, aus nichts als reiner Natur. Ersetzen damit jedes Jahr 588 Tonnen mineralölbasierte und mit Mikroplastik versetzte Chemie durch voll biologisch abbaubare Natur. Hegen unseren alten Heilpflanzengarten und stellen in aller Welt Farmen auf zertifizierten Demeter-Landbau um. Versuchen, nicht zu fliegen, und fahren sparsame Autos. 

Denn Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind bei uns keine neuen Nebenthemen, sondern zentrale Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Und diese ist hautnah spürbar in jedem einzelnen Produkt. Mit sorgfältig ausgewählten, rein natürlichen Inhaltsstoffen steht jede Creme, jedes Fluid und jede Lotion für unseren Respekt gegenüber der Natur und den Menschen.

Echter, streng zertifizierter Bio-Anbau schützt unsere Gewässer, stärkt die Fruchtbarkeit des Bodens und unterstützt die biologische Vielfalt. Über 80 % unserer pflanzlichen Rohstoffe stammen aus Bio-Anbau, viele genügen sogar den strengen Demeter-Kriterien. Positiver Effekt fürs Klima: Ökologisch bewirtschaftete Böden kommen ohne synthetische Dünger aus und sind humusreicher. Dadurch speichern sie zum einen mehr CO2, zum anderen benötigt ihre Bewirtschaftung rund 30 bis 50 % weniger Energie.

Neben „bio“ setzen wir auf Wildsammlungen: Auf einigen Bergwiesen im Schwarzwald ernten wir von Hand Arnikapflanzen. Wir nutzen die betreffenden Areale extensiv und pflegen sie sorgfältig, damit die artenreichen Flächen nicht verwalden. Dadurch fördern wir nicht nur den Erhalt des Arnikabestands, sondern bewahren auch den Lebensraum der heimischen Tiere und Pflanzen.

An unserem Hauptsitz in Eckwälden arbeiten wir seit 2020 klimaneutral. Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergiebedarf liegt aktuell bei rund 92 %, damit vermeiden wir jährlich den Ausstoß von rund 1.800 Tonnen CO2. Auf diese Weise erreichen wir an unserem Firmensitz bereits 75 % Klimaneutralität. Und zwar echte Neutralität, die nicht kompensiert werden muss. 

Unvermeidbare CO2-Emissionen, die beispielsweise durch Reisen entstehen, kompensieren wir bei der gemeinnützigen Organisation atmosfair: Mit den geleisteten Ausgleichszahlungen unterstützen wir ein Biomassekraftwerk in Indien. Unsere Aufgabe sehen wir jedoch ganz klar darin, noch mehr zu tun, um den Ausstoß schädlicher Emissionen weiter zu verringern. Bis wir eines Tages überhaupt keine mehr verursachen. 

Seit Anfang der 1980er Jahre umfasst die Produktpalette auch dekorative Kosmetik. Welche Inhaltsstoffe und Pigmente finden wir hier?

Natürliche mineralische Pigmente, Heilpflanzenauszüge z.B. aus Salbei, Zaubernuss, Augentrost, Wundklee.

Alle unsere Make-up Produkte sind wie ansonsten alle unserer Produkte NATRUE zertifiziert

Das  Natrue Siegel ist ursprünglich in Eigeninitiative der Industrie entstanden und inzwischen sehr weit verbreitet.

  • Um das Siegel auf einem Produkt verwenden zu dürfen, müssen mindestens 75 Prozent aller Einzelprodukte einer Marke dem Natrue-Standard entsprechen.
  • Zugelassen sind nur natürliche Stoffe, „naturnahe“ Stoffe und „naturidentische“ Stoffe.
  • Es gibt eine Klassifizierung von 13 Produkttypen – jede Produktkategorie hat ihre eigenen Anforderungen an die Mindestmenge an natürlichen und die maximale Menge an naturnahen Inhaltsstoffen.
  • Die natürlichen und ggf. naturnahen Stoffe stammen zu mindestens 70 Prozent aus kontrolliert biologischer Erzeugung und/oder aus kontrollierter Wildsammlung.
  • Nicht erlaubt sind: petrochemische Inhaltsstoffe, gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe, synthetische Duftstoffe
  • Das Natrue-Siegel gibt es in drei Abstufungen: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit organischem Anteil (mindestens 70 Prozent der natürlichen/naturnahen Rohstoffe sind bio) oder als Biokosmetik (mindestens 95 Prozent der natürlichen/naturnahen Rohstoffe sind bio)
  • Hier findest du das Siegel: Das Natrue-Siegel ist weit verbreitet; man findet zertifizierte Produkte in Drogeriemärkten, in vielen Supermärkten, in Biomärkten und Reformhäusern. Die Produkte der Naturkosmetik-Eigenmarken der Drogerieketten, Alverde (dm), Alterra (Rossmann), Terra Naturi (Müller), Aliqua (Budni) sind häufig NaTrue- oder BDIH-zertifiziert. Weitere Marken: z.B. Dr. Hauschka, Weleda, Lavera, Primavera, Dr. Bronner’s, Fair Squared, Logona, Sante, Santaverde.

Es gibt die Möglichkeit auf eine Weiterbildung als ganzheitliche Dr. Hauschka Kosmetikerin im Hause Wala Heilmittel GmbH. Was umfasst diese Weiterbildung?

Die Weiterbildung zur Dr. Hauschka Naturkosmetikerin erfolgt in vier aufeinander aufbauenden Modulen. Um der ausgebildeten Kosmetikerin eine intensive Betreuung zu gewährleisten, unterrichtet das Dr. Hauschka Trainerteam in Kleingruppen mit maximal 24 Teilnehmerinnen in Online-Modulen und 12 Teilnehmerinnen in Präsenz-Modulen.

Neben dem Erlernen der Klassischen Behandlung nach Elisabeth Sigmund mit dem zentralen Element der Lymphstimulation erfahren Sie alles über den theoretischen Hintergrund der Klassischen Behandlung nach Elisabeth Sigmund und der Dr. Hauschka Kosmetik. Kompetente Kundenberatung und gezielte Neukundengewinnung stehen selbstverständlich mit auf dem Ausbildungsprogramm.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie berechtigt die Bezeichnung Dr. Hauschka Naturkosmetikerin zu tragen und sechs verschiedene Dr. Hauschka Gesichtsbehandlungen anzubieten.

Die Entwicklung der Dr. Hauschka Behandlungen geht kontinuierlich weiter. Wir haben intensiv an sinnvollen Erweiterungen und Ergänzungen der durch Elisabeth Sigmund geprägten Behandlungsmethode gearbeitet. Auf dieses zusätzliche Angebot konzentrieren sich die Fortbildungen, die die Dr. Hauschka Naturkosmetikerin nach der Grundausbildung besuchen kann.

Kosmetik und Natur, eine Wissenschaft für sich. Was plant Dr. Hauschka noch in der Zukunft. Was erwartet uns?

Welche neuen Produkte es 2022 gibt, koennen wir leider noch nicht verraten aber Erfindergeist hat bei uns Tradition. Es begann mit der Entwicklung unseres einzigartigen rhythmischen Herstellungsverfahrens durch Dr. Rudolf Hauschka. Heute ergänzen wir altes Wissen mit neuester Technologie. Unsere Labors forschen weiter intensiv an den Grundlagen pflanzlicher Wirkstoffe. Und entwickeln daraus neue, wirksame Rezepturen.

HIER hörst du die ganze Folge

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